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Die Rückkehr nach Hause
 

Wiederaufnahme Ihrer alltäglichen Aktivitäten

Sie haben jetzt Ihr neues Hüftgelenk. Den richtigen Umgang damit lernen Sie im Krankenhaus. Täglich fühlen Sie sich besser.

Jetzt ist es umso wichtiger, dass Sie sich an die Tipps und Ratschläge der Ärzte und Physiotherapeuten zum Schutz Ihrer neuen Hüfte halten. Nur so lassen sich Probleme nach Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus sicher vermeiden und die täglichen Aufgaben in Ihrem Haushalt bewältigen. Belasten Sie deshalb die operierte Hüfte genauso, wie Sie es während der Zeit im Krankenhaus gelernt haben. Halten Sie sich an Ihr Rehabilitationsprogramm - falscher Ehrgeiz schadet nur.

Gehen Sie zu den Nachuntersuchungen zu Ihrem Arzt.


Für die ersten Wochen haben wir einige Tipps zusammengestellt

Die Liste der Dinge, die Sie unmittelbar nach der Operation sowie in den kommenden Wochen wieder machen dürfen, ist lang. Allerdings: Sie müssen die Bewegungen richtig ausführen. Das schont das neue Gelenk und lässt die Wunde schnell heilen.

Auch wenn Sie dies alles beachten, kann es Situationen geben, in denen Sie unbedingt zum Arzt gehen sollten. Bei einer anhaltenden Schwellung oder Rötung im Bereich der Wunde, bei einer stärkeren Blutung, Ausfluss oder Geruch aus der Wunde sowie stärkeren Schmerzen, ist Ihr Arzt der richtige Ansprechpartner.

 

1. Was Sie am Anfang vermeiden sollten:

  • Kreuzen Sie nicht Ihre Beine.

  • Baden Sie nicht.

  • Fahren Sie nicht selbst mit dem Auto.
    (Beachten Sie bitte Punkt 11 "Autofahren")

  • Stehen Sie nicht mit nach innen gedrehten Füßen.

  • Sitzen Sie nicht auf Flächen, die zu niedrig oder zu weich sind und benutzen Sie ein Keilkissen.
  • Beugen Sie sich nicht zu sehr nach vorne.

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2. Was Sie am Anfang befolgen sollten:
  • Schlafen Sie in Rückenlage.
  • Beugen Sie erst Ihre Knie, bevor Sie sich nach vorne beugen.
  • Gehen Sie mit kleinen Schritten.
  • Tragen Sie Stützstrümpfe.
  • Nehmen Sie die verordneten Medikamente ein.
  • Befolgen Sie Ihr Rehabilitationsprogramm.
  • Gehen Sie zu den Nachuntersuchungen zu Ihrem Arzt.
  • Verteilen Sie zu tragende Gewichte gleichmäßig.
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3. Gehen
  • Unternehmen Sie mehrmals täglich kurze Spaziergänge mit Gehhilfen.
  • Vermeiden Sie unebenes Gelände, tragen Sie Schuhe ohne Schnürsenkel.
  • Belasten Sie die operierte Hüfte genauso wie während der Zeit im Krankenhaus.
  • Halten Sie beim Gehen Ihre Gehhilfen seitlich und setzen Sie sie auf der Höhe Ihrer Füße auf..
  • Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Gewicht mit Ihren Händen stützen.
  • Bleiben Sie aufrecht.
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4. Treppen hinaufsteigen
  • Ersteigen Sie jede Stufe einzeln, indem Sie das gesunde Bein zuerst auf die nächste Stufe setzen.
  • Behalten Sie die Gehhilfen auf der niedrigeren Stufe.
  • Setzen Sie das operierte Bein zusammen mit den Gehhilfen auf die gleiche Stufe.
  • Benutzen Sie nach Möglichkeit ein Geländer.
5. Treppen hinabsteigen
  • Setzen Sie die Gehhilfen zuerst auf der unteren Stufe auf.
  • Steigen Sie mit dem operierten Bein auf die gleiche Stufe hinab.
  • Setzen Sie das gesunde Bein auf die gleiche Stufe.
  • Benutzen Sie nach Möglichkeit ein Geländer.
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6. Sitzen
  • Ihre Hüften sollen immer höher als Ihre Knie sein.
  • Der Sitz sollte so hoch sein, dass Ihr Oberkörper und Ihre Oberschenkel höchstens einen 90° Winkel bilden.
  • Der Stuhl sollte nach Möglichkeit Armlehnen haben.
  • Benutzen Sie ein Keilkissen.
  • Wenn Sie sich hinsetzen wollen, gehen Sie nach hinten, bis die Rückseiten Ihrer Beine den Sitz berühren.
  • Strecken Sie das operierte Bein nach vorne und stützen Sie sich auf den Armlehnen des Stuhls ab, wobei Ihr Gewicht auf den Armen und dem gesunden Bein lastet.

    Aufstehen
  • Stehen Sie auf, indem Sie sich kräftig auf den Armlehnen abdrücken und Ihr Gewicht auf die Arme und das gesunde Bein verlagern.
  • Bewegen Sie Ihr operiertes Bein nach vorne und stoßen Sie sich leicht nach oben ab.
  • Versuchen Sie, Ihr Gleichgewicht zu finden, bevor Sie nach den Gehhilfen greifen.
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7. Toilette
  • Je nach Körpergröße benutzen Sie eine Toilette mit erhöhtem Sitz und befolgen Sie zum Hinsetzen und Aufstehen das unter Punkt 6 beschriebene Verfahren.
  • Wenn keine Sitzerhöhung vorhanden ist, bitte das operierte Bein vor dem Hinsetzen weit nach vorne stellen.
  • Vorteilhaft wäre eine Möglichkeit zum Auf- und Abstützen.
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8. Waschen
  • Baden Sie nicht.
  • Fangen Sie mit dem Duschen an, wenn der Arzt dies erlaubt.
  • Tupfen Sie den Wundbereich trocken, ohne zu rubbeln.
  • Duschen Sie nur auf einer rutschfesten Duschunterlage.
  • Ein Handgriff oder ein Stuhl hilft Ihnen beim Ein- und Aussteigen aus der Dusche.
  • Benutzen Sie einen Schwamm mit langem Griff, um Ihre Unterschenkel waschen zu können, ohne sich zu bücken.
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9. Schlafen
  • Das Bett sollte nicht zu tief sein (je nach Körpergröße ca. 65-70 cm hoch).
  • Die Matratze sollte ausreichend fest sein.
  • Gehen Sie langsam rückwärts, bis Sie das Bett berühren. Stellen Sie Ihre Gehhilfen zur Seite und lehnen Sie sich mit Ihren Armen nach hinten auf das Bett. Setzen Sie sich langsam. Verlagern Sie dabei Ihr Gewicht auf das gesunde Bein.
  • Drehen Sie sich langsam und heben Sie das operierte Bein. Benutzen Sie zur Unterstützung Ihre Hände. Bewegen Sie dann das gesunde Bein.
  • Die richtige Schlafposition sprechen Sie mit dem Arzt ab.
  • Stehen Sie auf der operierten Seite aus dem Bett auf.
  • Stellen Sie zuerst das gesunde Bein auf den Boden. Schieben Sie das operierte Bein aus dem Bett, strecken Sie es nach vorn und finden Sie Ihr stabiles Gleichgewicht, während Sie sich hinstellen.
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10. Kochen
  • Bereiten Sie einfache Gerichte vor, bei denen Sie nicht lange stehen müssen.
  • Drehen Sie Ihren Körper möglichst nicht oder nur in kleinen Schritten.
  • Benutzen Sie den Backofen besser nicht, da dieser oftmals zu tief liegt.
  • Zum Abstellen von Behältern sollte am besten ein Wagen in der Nähe stehen.
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11. Autofahren
  • Fahren Sie nur mit Erlaubnis Ihres Arztes selbst.
  • Befolgen Sie zum Hinsetzen und Aufstehen die gleichen Anweisungen, wie unter Punkt 6 beschrieben.
  • Benutzen Sie nach Möglichkeit auf dem Sitz ein rutschfestes Keilkissen.
  • Drehen Sie die Rückenlehne etwas nach hinten, in eine halb rückwärts gelehnte Position.
  • Befolgen Sie diese Anweisungen auch als Beifahrer.
  • Eine Schürze mit Taschen ist hilfreich, um kleine Küchenutensilien griffbereit zu haben.
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12. Sexuelle Aktivitäten

Sie können Ihre sexuelle Aktivität wieder aufnehmen, sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen. Die Rückenlage ist für Sie zu bevorzugen.

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13. Diät
  • Grundsätzlich dürfen Sie genauso essen, wie vor Ihrer Operation. Aber: Achten Sie bitte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Ihr Körper ist von der Operation geschwächt und durch verminderte Bewegung verlangsamt sich Ihr Stoffwechsel. Um Verstopfungen zu vermeiden, sollten Sie sich also leicht und ausgewogen ernähren.
  • Vitamine, Ballaststoffe und viel Wasser (2 Liter oder 6 bis 8 große Gläser am Tag) sorgen für Wohlbefinden.
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